Umwelt und Nachhaltigkeit

Solaranlagen: Die gebaute Umwelt mit Sorgfalt gestalten

Der Solarenergie gehört die Zukunft. Ihre Förderung darf jedoch nicht leichtfertig Werte zerstören, die unsere Vergangenheit und Identität in sich tragen. Die heutige Förderung gehört revidiert: Nötig sind eine gezielte Förderung auf die grössten brachliegenden Potentiale und eine Abkehr vom Giesskannenprinzip.

Die Energiestrategie des Bundes möchte den Anteil der Solarenergie bis 2050 auf 20 Prozent erhöhen. Diese markante Steigerung von günstiger erneuerbarer Energie ist ebenso wünschenswert wie zukunftsgerichtet. Hinter der aktuellen Förderpolitik stehen jedoch zahlreiche Fragezeichen.

Die heute gültige Förderung zielt auf rein quantitative Ziele ab. Vergessen geht dabei allzu häufig, weshalb die Energiewende angestrebt wird: Um eine gesunde Umwelt und unsere Lebensqualität für die Zukunft zu erhalten. Die gelebte Identität unseres Landes zeigt sich nicht zuletzt in unseren wertvollen Ortsbildern und Altstädten, in den einmaligen Kultur- und Naturlandschaften. Diese für kurzfristige Effizienzgewinne endgültig und nicht reparabel zu zerstören oder zu beeinträchtigen, ist nicht mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit vereinbar. Der Schweizer Heimatschutz bezieht mit seinem Positionspapier deutlich Stellung: Die Förderung von Solarenergie soll dort gezielt gefördert werden, wo die grössten Potentiale und die kleinsten Konfliktpotentiale mit anderen öffentlichen Interessen liegen: In den riesigen Industrie- und Gewerbegebieten. Andererseits braucht es dort die nötige Sorgfalt, wo gemeinschaftliche Interessen am Erhalt wertvoller Zeugnisse unserer gebauten Kultur bestehen: In geschützten Ortskernen und Landschaften sowie bei wertvollen Einzelobjekten.

Für weitere Auskünfte und Fragen
Schweizer Heimatschutz, Adrian Schmid, Geschäftsleiter, 076 342 39 51

 

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