Das Verbandsbeschwerderecht sorgt dafür, dass bestehende Gesetze eingehalten werden. Fehlt diese Stimme, drohen wertvolle historische Bauten, Ortsbilder und Lebensräume zugunsten kurzfristiger Interessen geopfert zu werden. Dennoch gibt es immer wieder Kräfte, die das Verbandsbeschwerderecht unter dem Vorwand von Effizienz oder Wirtschaftlichkeit schwächen wollen. Sie vergessen, dass dieses Recht demokratisch verankert ist und die Gesetze zum Schutz der Umwelt verpflichtend sind. Das Verbandsbeschwerderecht schafft auch Gleichgewicht: Es erlaubt den einspracheberechtigten Verbänden, darunter dem Schweizer Heimatschutz, im Interesse der Allgemeinheit auf einschneidende Projekte Einfluss zu nehmen, Verstösse aufzudecken und rechtswidrige Entwicklungen zu stoppen.
In dieser Ausgabe zeigen wir, wie das Verbandsbeschwerderecht wirkt. Jurist Michael Bütler erklärt, warum jede Einschränkung die rechtsstaatliche Kontrolle schwächt. Martin Killias, Präsident des Schweizer Heimatschutzes, analysiert die jüngsten Bundesstudien, die eine Beschneidung dieses Rechtsmittels fordern, und deckt ihre Fehlschlüsse auf. Und wir zeigen Beispiele, bei denen dank des Verbandsbeschwerderechts Gesetze eingehalten wurden und dadurch Lebensqualität gesichert werden konnte.
Peter Egli, Redaktor Heimatschutz/Patrimoine,
T 044 254 57 06, peter.egli(at)heimatschutz.ch
Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine: Ein Recht für Heimat und Natur
Medienmitteilung vom 25. November 2025