Regelmässige Kontrollen, Reinigungen und kleine Reparaturen verhindern Schäden – das wissen wir aus vielen Bereichen des Alltags. Was bei der eigenen Gesundheit, beim Auto oder bei der Kaffeemaschine selbstverständlich ist, wird bei Bauwerken jedoch manchmal unterschätzt. Unterhalt gilt oft als zu teuer, zu aufwendig oder nicht wichtig genug. Doch eine vernachlässigte Pflege rächt sich fast immer: meist erst Jahre später, dann aber mit erheblichen Schäden und hohen Kosten.
Dieser unsichtbaren Arbeit ist die Ausgabe 1/2026 der Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine gewidmet: Was bedeutet Unterhalt eigentlich, wer leistet ihn? Und warum ist eine kontinuierliche Pflege der Schlüssel zum Erhalt unseres Bauerbes? Ausgangspunkt bilden das Nationale Forschungsprogramm NFP 81 und das Projekt «Cultural Heritage needs Continuous Care», das der Schweizer Heimatschutz als Praxispartner begleitet.
Die Beiträge machen deutlich: Unterhalt ist kein technisches Nebenthema, sondern eine Frage der Haltung. Er beginnt beim aufmerksamen Blick und erfordert oft eine transdisziplinäre Zusammenarbeit. Wird ein präventiver Ansatz verfolgt, so entstehen grössere Schäden gar nicht erst. Wie wirkungsvoll dieses Vorgehen ist, zeigt das Beispiel des Berner Münsters. Dort hat ein Umdenken – weg von aufwendigen Einzelrestaurierungen, hin zu systematischer Kontrolle, Pflege und Beobachtung – nicht nur die Bausubstanz gesichert, sondern Wissen aufgebaut, Kosten gesenkt und internationale Strahlkraft entfaltet. Unsere Baukultur – egal ob eindrucksvolles Münster oder die eigenen vier Wände – lebt von der ständigen Pflege.
Peter Egli, Redaktor Heimatschutz/Patrimoine,
T 044 254 57 06, peter.egli(at)heimatschutz.ch
Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine: Unser Kulturerbe pflegen
Medienmitteilung vom 24. Februar 2026
Die Ausgabe 1/2026 der Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine kann unter www.heimatschutz.ch/shop kostenlos bestellt werden.