Das Valposchiavo hat sich vom vermeintlich «verlorenen Tal» zum Modell für regionale Eigenständigkeit entwickelt. Die Berggemeinde zeigt beispielhaft, wie der Zusammenhalt und die Nutzung lokaler Stärken Lebensqualität schaffen können. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte im Tessin das Kollektiv Squadra, das in Mosogno di Sotto ein Umbauprojekt zur «Res publica» erhob und einen gemeinschaftlichen, zuhörenden Ansatz wählte. Ein solcher Austausch auf Augenhöhe wird im Goms in Form von «Dorfgesprächen» zur Methode. Dabei geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um die Anerkennung und Diskussion unterschiedlicher Perspektiven als Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben.
Was all diese Beispiele in der Ausgabe 2/2025 der Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine eint, ist die entscheidende Erkenntnis: Es stehen nicht Bauten, sondern Beziehungen im Vordergrund. Dieser Fokus schafft aussergewöhnliche und tragfähige Lösungen, die beweisen: Die Stärke der Berggemeinden liegt im Miteinander.
Der Zeitschrift ist der Jahresbericht 2024 des Schweizer Heimatschutzes beigelegt.
Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine: Berggemeinden im Aufbruch
Medienmitteilung vom 27. Mai 2025
Peter Egli, Redaktor Heimatschutz/Patrimoine,
T 044 254 57 06, peter.egli(at)heimatschutz.ch