Drucken

Details

Montag, 10. März 2008

Planauflage Weissenstein:
SHS fordert Rückzug der Planauflage

Die historische Sesselbahn aus dem Jahre 1950 ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung.
Schweizer Heimatschutz

Sämtliche Dokumente der Planauflage Weissenstein ignorieren die Tatsache, dass die historische Sesselbahn aus dem Jahre 1950 ein Denkmal von nationaler Bedeutung ist. Damit sind die Akten in einem massgeblichen Punkt unvollständig. Der Schweizer Heimatschutz SHS fordert den sofortigen Abbruch der Planauflage. Stattdessen ist unverzügliche die Planung zur Rettung der einzigartigen Anlage an die Hand zu nehmen.

Seit dem 29. Februar 2008 liegen die Pläne für ein „Gesamtprojekt Weissenstein“ öffentlich auf. Alle Pläne und Berichte sind darauf ausgerichtet, eine neue Gondelbahn auf den Weissenstein zu realisieren. In sämtlichen Unterlagen wird konsequent ausgeblendet, dass es sich beim bestehenden Sessellift um ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung handelt. Eine objektive Information und die freie Meinungsbildung in der Öffentlichkeit scheinen unerwünscht. Der SHS fordert das kantonale Bau- und Justizdepartement auf, die Planauflage abzubrechen.

Die hohe Schutzwürdigkeit der Sesselbahn halten die vom Bundesrat eingesetzten Fachkommissionen (Eidg. Kommission für Denkmalpflege EKD und Eidg. Natur und Heimatschutzkommission ENHK) in ihrem Gutachten vom Juni 2007 fest. Das Gutachten wertet zudem die geplanten Freizeitanlagen auf dem Weissenstein als schwere Beeinträchtigung der Schutzziele, welche für die Landschaft von nationaler Bedeutung Geltung haben. Es erstaunt sehr, dass das Gutachten weder im Planungsbericht zum kantonalen Richtplan noch im Umweltverträglichkeitsbericht zum kantonalen Nutzungsplan Erwähnung findet. Es wird unter Verschluss gehalten.

Um keine wertvolle Zeit zu verlieren sind unverzüglich die Planungsarbeiten für die Erhaltung des historischen Sesselliftes an die Hand zu nehmen. Ein Grobkonzept dazu hat der SHS bereits im Sommer 2007 vorgelegt. Die Erhaltung ist auch nach Angaben der Bahnbetreiber technisch möglich und günstiger als ein Neubau. Noch reicht die Zeit aus, um die erforderlichen Mittel für die Instandstellung des technisch- und tourismusgeschichtlichen Denkmals zu beschaffen und die renovierte Bahn rechtzeitig zum 60-jährigen Jubiläum am 29. Dezember 2010 neu zu lancieren.

Rückfragen: Philipp Maurer, Geschäftsführer SHS, 044 254 57 00

Download

Medienmitteilungen erhalten

Sie sind Journalist/-in oder Redaktor/-in und möchten regelmässig unsere Medienmitteilungen erhalten.

 

> Mehr dazu