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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Schweizer Heimatschutz überführt historische Mühle in Ftan in regional verankerte Stiftung

Die Mühle Ftan besitzt ein über 400 Jahre altes Mahlwerk, das über ein Wasserrad im Gebäudeinnern angetrieben wird. (Foto Schweizer Heimatschutz)

Ein Wasserkanal führt auf Holzstelzen vom Clüna-Bach direkt in die Mühle Ftan. (Foto Schweizer Heimatschutz)

Der Schweizer Heimatschutz erwarb 1971 die historische Mühle Ftan GR, um das Baudenkmal zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Lauf der Jahre hat sich gezeigt, dass die Verwaltung der Mühle zukünftig vor Ort erfolgen soll. Der Schweizer Heimatschutz überführt deshalb die Mühle in eine regional verankerte und gemeinnützige Stiftung.

Der Schweizer Heimatschutz hat die historische Mühle Ftan 1971 erworben, um das Baudenkmal zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vorgängig wurde in der Sendung «Grüezi mitenand» des Schweizer Fernsehens Geld für den Kauf der Mühle gesammelt. Seither hat der Schweizer Heimatschutz beachtliche finanzielle Mittel in die Sanierung, Restaurierung und den Unterhalt der Mühle Ftan investiert und damit massgeblich zum Erhalt der denkmalgeschützten Mühle beigetragen. Im Lauf der Jahre hat sich jedoch gezeigt, dass die Verwaltung der Mühle zukünftig sinnvollerweise vor Ort und durch Ortsansässige erfolgen soll.

Der Schweizer Heimatschutz hat daher die Gründung einer regional verankerten und breit abgestützten Stiftung vorangetrieben. Die Stiftung Fundaziun Muglin da Ftan hat sich im Rahmen ihres Zweckartikels zur sorgfältigen Erhaltung der Mühle verpflichtet, um dieses Baudenkmal mit den ursprünglichen Betriebsanlagen angemessen zu betreiben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Zur Verwirklichung ihres Zweckes überträgt die Stiftung Betrieb und Unterhalt der Mühle an Personen oder Organisationen, welche mit den Betriebsanlagen und -abläufen der historischen und funktionsfähigen Mühle vertraut sind und auch in der Lage sind, die Bedeutung dieses Kulturguts der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Mittels Führungen und Öffentlichkeitsarbeit sowie anderen geeigneten Mitteln soll die Bedeutung der Mühle der Öffentlichkeit näher gebracht werden. Die Mühle Ftan soll dazu nach Möglichkeit im Tourismuskonzept von Gemeinde und Region eingebunden werden. Die Käuferschaft verpflichtet sich, zukünftig in angemessener Art auf die Leistungen des Schweizer Heimatschutzes für die Mühle Ftan während den letzten 43 Jahren hinzuweisen.

Der Kaufpreis beträgt einen Schweizer Franken und versteht sich somit als symbolischer Wert. Die Geldgeber der neuen Stiftung sind die Gemeinde Ftan, Ftan Turissem, die Società Muglin da Ftan und Frau Cilgia Florineth. Der Stiftungsrat setzt sich aktuell zusammen aus Reto Pedotti bis Ende Jahr 2014 noch Gemeindepräsident von Ftan und zukünftiger Gemeinderat der neuen fusionierten Gemeinde Scuol (Präsident der Stiftung), Guido Parolini und Frau Cilgia Florineth. Frau Florineth ist als Vertreterin der ehemaligen Müllerfamilie in fünfter Generation mit der Mühle speziell verbunden. Sie hat diese in den letzten Jahren sorgfältig betreut und jährlich den über 2000 Besuchern erläutert. Der Stiftungsrat steht weiteren Persönlichkeiten aus der Region und dem Kanton Graubünden offen.
Der Schweizer Heimatschutz ist überzeugt, dass mit der Überführung der historischen und denkmalgeschützten Mühle Ftan in eine regional breit abge-stützte Trägerschaft eine optimale Lösung gefunden werden konnte, die dem langfristigen Erhalt Rechnung trägt. Er dankt der neuen Trägerschaft für das zukünftige Engagement und wünscht ihr viel Erfolg.


Für weitere Auskünfte und Fragen:

  • Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz, Telefon 076 342 39 51
  • Reto Pedotti, Gemeindepräsident  von Ftan, Telefon 076 453 86 43


Download:

  • Artikel aus der Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine 3/2009: Besuch in der Muglin da Ftan: Amerikaner erkunden ein Kulturgut in den Alpen
  • Medienmitteilung auf Rätoromanisch

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