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Mittwoch, 11. November 2009

Barocker Garten dank Schweizer Heimatschutz renoviert

Der restaurierte Barockgarten bringt die geschichtsträchtige "Maison des Chats" von 1777 wieder sehr schön zur Geltung. (Foto SHS)

Am 5. November 2009 wurde der Garten der «Maison des Chats» feierlich eingeweiht. Karin Artho erläuterte das Engagement des Heimatschutzes. (Foto Patrick Jaggi)

Der barocke Garten der "Maison des Chats" im neuenburgischen Val de Travers ist zu neuem Leben erwacht. Dank der Unterstützung des Schweizer Heimatschutzes und dem grossen Engagement des Eigentümers konnte in den vergangenen Jahren dieses Bijou der Gartenkultur renoviert und als Themengarten zum Absinth bepflanzt werden. Am 5. November wurde zur offiziellen Einweihungsfeier mit Absinth-Degustation eingeladen.


Der französische Barockgarten entstand Ende des 18. Jahrhunderts, zugehörig zu der 1777 erbauten "Maison des Chats" im Val de Travers. Im Laufe der Jahre wurde der Garten stark vernachlässigt und geriet allmählich in Vergessenheit.

Anlässlich des Gartenjahres, das 2006 von mehreren Institutionen zur Sensibilisierung für die Gartenkultur proklamiert wurde,  sammelte der Schweizer Heimatschutz bei seinen Mitgliedern Spendengelder für die Instandstellung dieses Kleinods in Boveresse. Ziel war es, den Garten beispielhaft zu sanieren und auf das Kulturgut Garten aufmerksam zu machen. Insgesamt kamen CHF 60'000 für das Projekt zustande, was – zusammen mit Geldern der kantonalen Denkmalpflege und dem Engagement des Eigentümers – die Renovation des Gartens der "Maison des Chats" ermöglichte.

Im Zentrum der Arbeiten stand dabei die Wiederherstellung der originalen Struktur, die nur noch ansatzweise erkennbar war. Die Umfriedungsmauern wurden wiederherstellt, das steinerne Brunnenbecken und das grosse schmiedeeiserne Eingangstor aus dem 19. Jahrhundert erstrahlen in ihrer ursprünglichen Pracht. Zudem wurden sechs Beete und die dazwischen liegenden Wege instand gestellt. Der Garten bringt heute das geschichtsträchtige Haus zur Geltung. Er strahlt wieder die für die Zeit um 1800 so typische klare Struktur und Strenge aus. Der besondere Geist dieses Ortes ist erneut spürbar.

Neu ist der Barockgarten als Themengarten zum Absinth gestaltet. Er zeigt Pflanzen, die zur Herstellung des Wermut-Schnapses gebraucht werden. Zusätzlich konnte im Erdgeschoss der "Maison des Chats" eine Absinth-Destillerie eingerichtet werden, wo Degustationen auf Anfrage durchgeführt werden.  

Rückfragen:
Schweizer Heimatschutz, Karin Artho, T 044 254 57 00  

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