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Donnerstag, 23. Juli 2009

Pack die Badehose ein...

Piscine de Lancy: 1967-68, Georges Brera, Pierre Nierlé, Paul Waltenspühl, Genève (Foto P. Cugini)

Schwimmbad Solothurn, 1962-64, Hans Luder, Solothurn (Foto SHS)

Filzbach, Strandad Gäsikiosk am Walensee, 1956-1957, Jakob Zweifel, Zürich / Umbau und Renovation 2008-09 Karin Gudenrath, Niederurnen (Foto SHS)

Gartenbad St. Jakob, Münchenstein 1955 (Gartenbad), 1965 (Sportbad), Max Rasser, Tibère Vadi, Basel (Foto SHS)

Wir nehmen Sie mit auf eine Entdeckungsreise zu Freibädern der Nachkriegszeit. Im Rahmen der Kampagne "Aufschwung – die Architektur der 50er-Jahre" hat der Schweizer Heimatschutz (SHS) eine Auswahl an architektonisch interessanten Badeanstalten der Boomjahre zusammengestellt. Ziel ist es, den Blick für die besondere Ästhetik dieser Bauten zu schärfen.


Der Aufenthalt an frischer Luft und Sonne wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als gesundheitsfördernd entdeckt. Dies löste in den 30er Jahren und erneut in der Nachkriegszeit einen regelrechten Bauboom von Freibädern aus. Im Gegensatz zu den Kastenbädern des 19. Jahrhunderts und den meist mit Garderobenbauten eingefassten Schwimmbädern der ersten Generation waren die neuen Anlagen offen konzipiert. Grosszügige Liegeflächen fürs Sonnenbad und Sportanlagen zur körperlichen Ertüchtigung gehörten fortan zum Inventar.

Restaurant, Garderobenbauten und Schwimmbecken wurden raffiniert in die Umgebung gesetzt. In den oft parkähnlichen Landschaften steht die Architektur in enger Beziehung zum Aussenraum. Dem Zeitgeist entsprechend wurde vermehrt mit Beton gearbeitet und die Möglichkeit, vorfabrizierte Elemente verwenden zu können, voll ausgeschöpft – unter Berücksichtigung der spezifisch örtlichen Gegebenheiten. Im Zuge der rasanten Ausdehnung der Städte hatten insbesondere die Quartierbäder die Aufgabe, die angrenzenden Wohnquartiere aufzulockern und den Bewohnern als Gartenersatz zu dienen. Die Badeanlagen der 50er und 60er Jahre sind auch heute noch sehr beliebt. Erfreulicherweise konnten einige in den letzten Jahren vorbildlich saniert werden.  

Rückfragen: Karin Artho, Schweizer Heimatschutz, 044 254 57 00

> Die Auswahl der Freibäder ist hier einsehbar

 

"Aufschwung" ist die aktuelle Kampagne des Schweizer Heimatschutzes. Damit wollen wir Ihnen die Architektur der 50er Jahre näher bringen und Ihre Augen öffnen für die schützenswerten Bauten der Nachkriegszeit.

 

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