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Montag, 6. Juli 2009

Seilbahn Weissenstein: Neue Stiftung bringt Lösung für den Erhalt der historischen Bahn

Sesselbahn-Mittelbahn Nesselboden vor und nach dem geplanten Ausbau, Bildmontage, © ProSesseli / Schweizer Heimatschutz (Foto Dave Adair)

Sesselbahn-Mittelbahn Nesselboden vor und nach dem geplanten Ausbau, Bildmontage, © ProSesseli / Schweizer Heimatschutz (Foto Dave Adair)

Der Verein Pro Sesseli und der Schweizer Heimatschutz schaffen mit der Gründung der Stiftung Historische Seilbahn Weissenstein die Grundlagen für eine neue Zukunft der historischen Sesselbahn. Gleichzeitig wird Bundesrat Couchepin aufgefordert, die akut bedrohte Bahn unter Bundesschutz zu stellen. Die Organisationen appellieren zudem an die Betreibergesellschaft Seilbahn Weissenstein AG und die Solothurner Regierung, alle Möglichkeiten zur Erhaltung der Sesselbahn und der schützenswerten Landschaft am Weissenstein noch einmal vorbehaltlos zu prüfen.


Seit vier Jahren wehrt sich der Schweizer Heimatschutz, seit Januar 2008 mit der Unterstützung des Vereins Pro Sesseli gegen den Abbruch der historisch wertvollen Sesselbahn am Weissenstein und den Ersatz durch eine überdimensio­nierte Gondelbahn. "Die hohe Schutzwürdigkeit der Sesselbahn halten die vom Bundesrat eingesetzten Fachkommissionen (Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege EKD und Eidgenössische Natur und Heimatschutzkommission ENHK) in ihrem Gutachten vom Juni 2007 fest", betont Adrian Schmid, Geschäftsleiter des Schweizer Heimatschutzes. Der Schweizer Heimatschutz habe deshalb heute Bundesrat Couchepin mit Nachdruck aufgefordert, den historisch wertvollen Sessellift durch befristete Massnahmen unter den Schutz des Bundes zu stellen und die nötigen Sicherungen zu dessen Erhaltung anzuordnen.

"Der Weiterbetrieb der Sesselbahn sei ein Garant zur Erhaltung der geschützten Landschaft am Weissenstein", betont Heinz Rudolf von Rohr im Namen des Vereins Pro Sesseli. Eine Gondelbahn könnte nur dank stark erhöhter Frequenz wirtschaftlich betrieben werden. Voraussetzung dazu wären Freizeitanlagen in riesigem Ausmass. Zusätzlich zöge der Bau einer Gondelbahn gravierende Eingriffe, wie Rodungen, doppelt so hohe Masten und mächtige Bahnstationen mit sich. Die heutigen Betreiber hätten die Dauer des aufwändigen und rechtlich komplexen Bewilligungsverfahren unterschätzt. Dem Gondelbahnprojekt drohe ein finanzielles Fiasko. Die neue gegründete Stiftung historische Sesselbahn Weissenstein hingegen liefere die Grundlage für die Renovation und den nachhaltigen Weiterbetrieb der bestehenden Sesselbahn.    

Dr. Thomas Schmid, Präsident der Stiftung Historische Seilbahn Weissenstein, präsentiert die Stiftung, in der namhafte Persönlichkeiten und Fachleute vertreten sind. Thomas Schmid:  "Die Stiftung visiert den Erwerb der Seilbahn an", um ein Gesamtkonzept Weissenstein zu realisieren in dem der Schutz des Naturraums Vorrang geniesst. Die neue Stiftung könne sich auf finanzielle Zusicherungen abstützen, welche die Renovation und den nachhaltigen Betrieb der Sesselbahn sicherstellt. Man suche das Gespräch mit der Seilbahn Weissenstein AG, aber auch mit möglichen neuen Betreibergesellschaften.

Die Ziele der Organisationen und der Stiftung werden von breiten Kreisen unterstützt: Der Verein Pro Sesseli zählt gegen 1000 Mitglieder, auf Facebook unterstützen über 2600 Personen die Ziele. Mit einer online-Briefaktion an die Solothurner Regierung und die heutigen Seilbahnbetreiber, die Seilbahn Weissenstein AG, werden diese aufgefordert, das Gespräch über den Erhalt der Sesselbahn mit der neu gegründeten Stiftung aufzunehmen.    

Weitere Informationen:   
Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz 076 342 39 51    
Heinz Rudolf von Rohr, Verein pro Sesseli 079 256 87 49

 

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