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Mittwoch, 12. November 2008

Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine 4/2008: Jedem Baudenkmal sein adäquater Eigentümer

Das «Best-Owner-Prinzip» zeigt auf, welche Voraussetzungen ein potenzieller Eigentümer in den Bereichen Kultur, Strategie und Struktur mitbringen sollte
Børje Müller, Basel

Bei der Restaurierung von historisch wertvollen Gebäuden ergibt sich nicht selten ein Konflikt zwischen denkmalpflegerischen und wirtschaftlichen Interessen. Die aktuelle Ausgabe von «Heimatschutz/Patrimoine» (4/2008) zeigt anhand des «Best-Owner-Prinzips», dass die Lösung dieses Dilemmas oft in der Wahl eines adäquaten Eigentümers liegen kann.

Das durch das CUREM (Center for Urban and Real Estate Management) in Zürich entwickelte «Best-Owner-Prinzip» ist ein Instrument, das vielversprechende Lösungsansätze für einen optimalen Erhalt von Baudenkmälern bietet. Kern dieses Prinzips ist ein integrativer Management-Ansatz, der den Eigentümer oder die Eigentümerin ins Zentrum stellt. Entscheidend ist dabei nicht eine maximale Rendite, sondern die optimale Wertschöpfung, die sich durch die Restaurierung eines Baudenkmales ergibt. Für jedes Gebäude gibt es einen adäquaten Eigentümer, und das «Best-Owner-Prinzip» zeigt auf, welche Voraussetzungen ein potenzieller Eigentümer in den Bereichen Kultur, Strategie und Struktur für eine bestimmte Immobilie mitbringen sollte.

So können auch Menschen, die über viel Zeit und Wissen, aber wenig finanzielle Mittel verfügen, durchaus «kompetente» potenzielle Eigentümer sein. De facto sind sie aber von grossen Renovationsprojekten ausgeschlossen, weil Finanzierungsinstitute historische Bauten nämlich regelmässig als Risikoobjekte betrachten, was sich direkt auf die Belehnungsgrenzen und die Hypothekarzinsen auswirkt. In einem zweiten Artikel wird aufgezeigt, wie sich dieses Hindernis für Käufer von historischen Bauten aus dem Weg räumen liesse.

Kauf und Unterhalt einer denkmalpflegerisch wertvollen Immobilie sind nicht nur mit hohen Kosten verbunden, sondern bedingen auch langwierige Verhandlungen sowie ein sorgfältiger Kompromiss zwischen den Wünschen der Eigentümer und den Erwartungen der Denkmalpflege. Einer, der weiss, was dies bedeutet, ist Michel Monney, der ein altes Bauernhaus in Sales (FR) besitzt: ein riesiges Gebäude, das vor rund 10 Jahren renoviert worden ist und heute vier Wohnungen beherbergt.

Anhand eines Selbsttests mit Fragen zu typischen Situationen, mit denen sich Eigentümer eines Baudenkmals konfrontiert sehen, können Leser und Leserinnen schliesslich herausfinden, ob auch sie für ein solches Projekt geeignet wären.

Wenn Sie ein Belegexemplar dieser Ausgabe möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an info@heimatschutz.ch.

Weitere Informationen:
Schweizer Heimatschutz, Alexandra Lovey, 044 254 57 00

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