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Donnerstag, 30. März 2006

Zufrieden mit dem Talerverkauf 2005

Grundlage für ein Baukulturzentrum

Villa Patumbah in Zürich

590'198 goldene Schoggitaler und 800 Jubiläumstaler konnten im vergangenen Jahr zu Gunsten des Heimat- und Naturschutzes abgesetzt werden. Die Aktion, die einen Reingewinn von 1,73 Millionen erzielte, stand ganz im Zeichen des hundertjährigen Bestehens des Schweizer Heimatschutzes (SHS) und des von ihm geplanten Zentrums für Baukultur in Zürich.

Auch wenn gegenüber dem Vorjahr gesamtschweizerisch 0,6 Prozent weniger Taler verkauft werden konnten, ist Aktionsleiterin Brigitte Brändle mit dem Ergebnis zufrieden, zumal der Absatz in einigen Landesteilen kräftig zulegen konnte. „Dafür sei allen Schulkindern, Mitarbeiter(innen), den Poststellen und der Bevölkerung herzlich gedankt“, meint Brändle und fügt an: „Mit ihrer Treue haben sie auch diesmal mitgeholfen, wertvolle Kulturgüter zu erhalten und Naturschutzprojekte zu pflegen.“

Mehr- und Minderverkäufe
Aus dem Reinerlös 2005 flossen 482’065 Franken in das Jubiläumsprojekt des SHS, genauer in das von ihm vorgesehene Zentrum für Baukultur in der Villa Patumbah in Zürich-Seefeld. Für die Unterrichtshilfe und objektbezogene Öffentlichkeitsarbeit wurden aus dem Gewinn 41'007 Franken eingesetzt. Je 580'000 Franken konnten den beiden Trägerorganisationen des Talerverkaufes, dem SHS und Pro Natura zugewiesen werden und 50'000 Franken erhielt deren „Tochter“, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Im Landesdurchschnitt kauften wieder 8,2 Prozent der Bevölkerung einen Taler. Dabei erzielten namentlich die Kantone Waadt (+29 Prozent), Jura (+13 Prozent) und in etwas bescheidenerem Masse auch die Kantone Appenzell I.Rh., Freiburg, Genf, Neuenburg, Obwalden, Schaffhausen und Tessin bessere Verkaufszahlen als 2004. In allen übrigen Kantonen gingen sie leicht zurück, am stärksten in St. Gallen und Basel-Stadt. Deutlich mehr Taler setzten auch die rund 700 Poststellen um (+36 Prozent), welche in ihrem Einzugsgebiet statt der Schulen dafür besorgt sind, die süssen Münzen unter die Leute zu bringen.

Dem „ersehnten Land“ entgegen
Die Villa Patumbah (Malaiisch = „ersehntes Land“) war Ende des 19. Jahrhunderts von dem aus Sumatra in die Heimat zurückgekehrten Schweizer Tabakpflanzer K.F. Grob gebaut worden. Das Gebäude besticht durch seinen reichen Fassadenschmuck, die ebenso exotische wie exklusive Innenausstattung und eine prächtige Parkanlage. Heute gehört die Villa der Stadt Zürich, die soeben beschlossen hat, sie an eine private Stiftung zu verkaufen, welche das Gebäude renovieren will. Diese ihrerseits vermietet das Objekt an den SHS, der darin ab 2008 sein öffentlich zugängliches Zentrum einrichten wird. Vorgesehen sind unter anderem eine Dauerausstellung, Wechselausstellungen zu besonderen Themen, Führungen, Exkursionen und Workshops für Erwachsene und Kinder. Mit dem Erlös aus dem Talerverkauf 2005 und weiteren noch zu beschaffenden Mitteln wird namentlich dieses Bildungsangebot finanziert, während die Stiftung für die Renovation des Komplexes besorgt ist.

Rückfragen: Brigitte Brändle vom Talerbüro, Tel 044 262 30 86

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