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Mittwoch, 16. März 2016

Aufruf an die ETH Zürich: Sicherstellung von Ausbildung und Forschung im Bereich der praktischen Denkmalpflege

Das Institut für Denkmalpflege und Bauforschung (IDB) der ETH Zürich ist für die Ausbildung des denkmalpflegerischen Nachwuchses in der Schweiz von grösster Bedeutung. Ohne eine rasche Besetzung der Professur für Denkmalpflege droht eine weitreichende Lücke in der akademischen Bildungslandschaft der Schweiz.

Die Denkmalpflege ist gemäss Bundesverfassung Aufgabe der Kantone. Gerade in kleineren und strukturschwachen Kantonen bestehen die Fachstellen aus einer Person oder einem sehr kleinen Team. Hier besteht kein Spielraum, um eine fundierte Ausbildung anzubieten oder Grundlagenforschung zu betreiben.

Einen bedeutenden Teil der denkmalpflegerischen Ausbildung, Forschung und übergeordneten Qualitätssicherung hat die ETH Zürich mit dem Institut für Denkmalpflege und Bauforschung (IDB) übernommen.

Auf den Rücktritt der bisherigen Institutsleiterin, Uta Hassler, hat die ETH mit der Berufung eines ausgewiesenen Experten für Bauforschung reagiert. Das weite Feld der praktischen Denkmalpflege in der Schweiz ist mit diesem Entscheid jedoch nicht bestellt.

Ohne eine rasche Besetzung einer Professur für Denkmalpflege nimmt die ETH Zürich massive Defizite in der Aus- und Weiterbildung in Kauf. Dies wirkt sich mittelfristig auf die Qualität der denkmalpflegerischen Arbeit in der Schweiz aus.

Der Schweizer Heimatschutz fordert die ETH Zürich daher auf, die entsprechende Stelle so rasch als möglich auszuschreiben. In Ergänzung zur neuen Berufung ist eine Person mit ausgewiesenen Leistungen im Bereich der Architektur- und Kunstgeschichte zu suchen, die den Willen besitzt, das IDB als Dreh- und Angelpunkt der denkmalpflegerischen Ausbildung und Forschung in und für die Schweiz zu positionieren.

Medienkontakt
Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz
adrian.schmid(at)heimatschutz.ch / 076 342 39 51
 

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