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Mittwoch, 28. Mai 2014

Historische Holzhäuser erhalten: der Heimatschutz geht mit gutem Beispiel voran

Die Renovation der Stüssihofstatt in Unterschächen fand in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Uri statt. (Foto Schweizer Heimatschutz)

Ab Juli kann das Wohngefühl in diesem mittelalterlichen Holzhaus als Feriengast direkt erlebt werden. (Foto Schweizer Heimatschutz)

Trotz der Intervention des Schweizer Heimatschutzes wurden in Schwyz mehrere Häuser mit einer über 700jährigen Geschichte im Dezember 2013 dem Erdboden gleichgemacht. (Foto Schweizer Heimatschutz)

Über 700jährige Holzhäuser werden in der Zentralschweiz auch heute noch verantwortungslos abgerissen. Dabei gehören sie zu den wichtigsten Kulturdenkmälern der Schweiz. Dass es auch anders geht, zeigt die Stiftung Ferien im Baudenkmal des Schweizer Heimatschutzes.

In der Zentralschweiz herrscht vielerorts auf dem Immobilienmarkt eine Goldgräberstimmung. Obwohl mehr Bauvolumen mehr Arbeit für die Denkmalpflegen bedeutet, werden sie durch Sparmassnahmen an der kurzen Leine gehalten. So wurden beispielsweise der Luzerner Denkmalpflege seit 2010 die Staatsbeiträge um 1,3 Mio. Franken gekürzt. Im gleichen Zeitraum haben sich die von der Denkmalpflege verarbeiteten Baugesuche verdoppelt. Einerseits hält der Bauboom an und andererseits wird die denkmalpflegerische Arbeit immer schwieriger, je geringer die finanziellen Beiträge ausfallen.
Speziell auf historische Holzhäuser wächst der Druck massiv. Sie seien nicht mehr renovationsfähig, man müsse sie abreissen, heisst es. Der eigentliche Grund liegt wohl in der spekulativen Aussicht auf dem Grundstückgewinn.
In der Zentralschweiz stehen Jahrhunderte alte Holzhäuser. Sie sind Zeugnisse des handwerklichen Könnens unserer Vorfahren und erzählen über die Zeit der Entstehung der Eidgenossenschaft. Leichtfertig werden sie nach wie vor geopfert. Beispielhaft steht der unverständliche Abbruch des "Dorfbach-Ensembles" in Schwyz: Trotz der Intervention des Schweizer Heimatschutzes und von zahlreichen Spezialisten beim Schwyzer Regierungsrat wurden mehrere Häuser mit einer über 700jährigen Geschichte im Dezember 2013 dem Erdboden gleichgemacht.
Dass die typischen mittelalterlichen Wohnhäuser der Zentralschweiz auch modernen Wohnbedürfnissen entsprechen können, hat die Stiftung Ferien im Baudenkmal des Schweizer Heimatschutzes mit der Restaurierung der Stüssihofstatt in Unterschächen UR von 1450 eindrücklich bewiesen. Die Renovation fand in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Uri statt. Ab Juli kann das Wohngefühl in diesem mittelalterlichen Holzhaus als Feriengast direkt erlebt werden.

Für Medienanfragen:
Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz, T 076 342 39 51

Details zur Vermietung, zur Restaurierung und Baugeschichte der Stüssihofstatt finden Sie unter: www.magnificasa.ch

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