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Dienstag, 29. Oktober 2013

700jähriges Holzhaus in Schwyz entdeckt: sofortiger Planungsstopp gefordert

Die denkmalpflegerische Untersuchung brachte eine Überraschung ans Licht: Zwei Gebäude im Schwyzer Dorfbachquartier sind zur Zeit der Morgarten-Schlacht erbaut worden. Diese bedeutenden, über 700-jährigen Bauzeugnisse sind unmittelbar vom Abriss bedroht. Der Schweizer Heimatschutz fordert den Regierungsrat des Kantons Schwyz auf, umgehend ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege einzuholen.

Die Jahrhunderte alten Holzhäuser im Kanton Schwyz sind ein Kulturgut von nationaler, wenn nicht gar internationaler Bedeutung. Der fachmännische Befund, dass die Kerne zweier Häuser im Schwyzer Dorfbachquartier auf das Jahr 1308 bzw. 1310 zurückgehen, verlangt eine angemessene Reaktion.

Der Schweizer Heimatschutz fordert deshalb den Regierungsrat des Kantons Schwyz auf, umgehend ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege einzuholen und die vorgefundene Situation neu zu bewerten. Bis dahin ist ein Planungsstopp zu verfügen. Gegebenenfalls muss der bewilligte Gestaltungsplan überarbeitet werden.

Eine unrühmliche Situation wie 2001, als das Haus Nideröst in Schwyz – das älteste bekannte Holzhaus Europas mit seinem Kernbau von 1176 – demontiert wurde, muss im aktuellen Fall verhindert werden.

Der Abbruch eines Gebäudes, das um 1300 erstellt wurde, wirft einen langen Schatten auf die geplanten Feierlichkeiten zum 700-Jahr-Jubiläum der Morgarten-Schlacht 2015. Es kann nicht sein, gleichzeitig ein Baudenkmal aus der Zeit der Schlacht von Morgarten zu zerstören.

 

Für weitere Auskünfte und Fragen:
Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz
Mobil 076 342 39 51

 

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