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Dienstag, 28. Mai 2013

Sessellift Weissenstein: ein Baudenkmal der Schweizer Verkehrsgeschichte geht verloren

Der historische Sessellift auf den Weissenstein SO (Bild Schweizer Heimatschutz)

Der Schweizer Heimatschutz hatte den Plangenehmigungsentscheid des Bundesamts für Verkehr betreffend Abbruch des historischen Sesselliftes, respektive Neubau einer 6er-Gondelbahn auf den Weissenstein beim Bundesverwaltungsgericht überprüfen lassen. Heute hat das Gericht für den Bau einer neuen Gondelbahn auf den Solothurner Weissenstein grünes Licht gegeben. Damit geht ein bedeutendes Baudenkmal der Schweizer Verkehrsgeschichte verloren.

Der Schweizer Heimatschutz bedauert den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts sehr. Damit verliert die Schweiz einerseits unwiderruflich einen bedeutenden Zeugen der Seilbahntechnik. Das Bundesamt für Kultur hat den Wert des historischen Sessellifts im 2011 publizierten Seilbahninventar deutlich hervorgehoben. Andererseits kommt es damit aus Sicht des Schweizer Heimatschutzes zu einem beachtlichen Eingriff in das geschützte BLN-Gebiet Weissenstein (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung), was es auch im Hinblick auf die anstehende Revision des NHG zu beachten gilt. Auch die eidgenössische Kommission für Natur- und Heimatschutz (ENHG) hatte in ihrem Gutachten den massiven Eingriff am Weissenstein deutlich kritisiert.

Der Schweizer Heimatschutz wird den umfangreichen, rund 65-seitigen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes in den nächsten Tagen genau analysieren. Der Geschäftsausschuss des Schweizer Heimatschutzes als zuständiges Gremium wird gestützt auf diese Analyse über das weitere Vorgehen entscheiden.

Für weitere Auskünfte:
Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz, Tel. 044 254 57 00

 

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