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Mittwoch, 25. Januar 2012

Sessellift Weissenstein: Fragwürdiger Konzessionsentscheid des BAV

Das Bundesamt für Verkehr hat heute die Konzession für den Abbruch des historischen Sessellifts sowie für eine neue 6er-Gondelbahn auf den Weissenstein erteilt.

Das Bundesamt für Verkehr hat heute die Konzession für den Abbruch des historischen Sessellifts sowie für eine neue 6er-Gondelbahn auf den Weissenstein erteilt. Nach Ansicht des Schweizer Heimatschutzes widerspricht die Konzession den Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz. Er wird deshalb den Entscheid innerhalb der Rekursfrist von 30 Tagen sehr sorgfältig prüfen und dann entscheiden, ob er eine gerichtliche Überprüfung beim Bundesverwaltungsgericht verlangt.

Seit Jahren setzt sich der Schweizer Heimatschutz für den Erhalt des historischen Sesselliftes auf den Weissenstein ein. Die Anlage ist die letzte ihrer Art im Seilbahnland Schweiz und ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Dies wird auch durch das Seilbahninventar des Bundesamts für Kultur von 2011 unterstrichen.

Das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz hält unmiss-verständlich fest, dass der Bund bei der Erfüllung seiner Aufgaben den Denkmälern grösstmögliche Schonung zukommen lassen muss. Eine Konzession für eine neue Bahn wäre nur dann zulässig, wenn entweder nachgewiesen ist, dass der bestehende Sessellift nicht mehr weiter betrieben werden kann, oder ein anderes nationales Interesse seine Erhaltung überwiegen würde. Der Schweizer Heimatschutz hat zusätzlich durch Professor Dr. Arnold Marti, einem allseits anerkannten Experten des Umweltrechts ein Gutachten erstellen lassen.

Der Schweizer Heimatschutz bedauert, dass gegenwärtig keine Sesselbahnfahrten auf den Weissenstein stattfinden, obschon seit Jahren bekannt ist, dass die Betriebsbewilligung über den Dezember 2009 hinaus für die Seilbahn Weissenstein AG hätte verlängert werden können. Dass der Entscheid des Bundesamts für Verkehr erst nach zweieinhalb Jahren vorliegt, zeigt wie umstritten das Neubauprojekt innerhalb der verschiedenen Bundesämter ist.

Der Schweizer Heimatschutz wird den Entscheid innerhalb der Rekursfrist von 30 Tagen sehr sorgfältig prüfen und dann entscheiden, ob er eine gerichtliche Überprüfung beim Bundesverwaltungsgericht verlangt.

Für weitere Auskünfte und Fragen:
Schweizer Heimatschutz
Adrian Schmid, Geschäftsleiter, Mobil 076 342 39 51

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