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Donnerstag, 12. Januar 2012

Verdichten braucht Qualität

Eine Lücke wird durch ein neues Stadthaus geschlossen, die Wohnungen erstrecken sich über Alt- und Neubau: Stadthaus Zurlindenstrasse, Zürich, 2004-2006, Huggenberger Fries Architekten (Foto B. Bühler)

Auf einem ehemaligen Industrieareal führt ein dynamischer Transformations-prozess zu einem Mischgebiet mit Neubauten und modernen Nutzungen in bestehenden Gebäuden: Sulzer-Areal Winterthur, ab 1995, Sulzer Immobilien AG (Foto SHS)

In zentraler Lage wird eine Restparzelle überbaut und dadurch Wohnraum für Studierende geschaffen: Studentenwohnheim, Genf, 2011, Charles Pictet Architecte (Foto S. Pecorini)

Die Ausdehnung des Siedlungsraums soll begrenzt werden, darüber herrscht zunehmend Konsens. Die Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebiets gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Ein neues Positionspapier des Schweizer Heimatschutzes zeigt, wie Qualität in die zukünftigen Verdichtungsprozesse eingebracht werden kann und soll.

Der Schweizer Heimatschutz setzt sich mit Nachdruck für einen sparsamen und sorgfältigen Umgang mit dem Boden ein. Der ungeheure Bodenverschleiss der letzten Jahrzehnte ist kein taugliches Modell für die Zukunft, weil er kommende Generationen vor unlösbare Probleme stellen wird. Vor diesem Hintergrund lancierte der Schweizer Heimatschutz zusammen mit andern Umweltverbänden im Sommer 2007 die Landschaftsinitiative.

Grundsätzlich sind die Bauzonen zu reduzieren und der Mehrwert abzuschöpfen. Ein zentraler Punkt für diese haushälterische Bodennutzung ist eine bessere Organisation und Ausnutzung des bestehenden Siedlungsgebietes. Ziel ist es, das vorhandene Potenzial zu nutzen und die Ausdehnung des Siedlungsraums zu begrenzen. Der daraus resultierende Prozess der Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebietes steckt erst in den Anfängen. Er birgt beachtliche Risiken: Unsorgfältig geplante und vorschnell realisierte Massnahmen bewirken, dass die Bevölkerung die Verdichtung grundsätzlich ablehnt. Diese unerwünschten Effekte gilt es zu verhindern.

Der Schweizer Heimatschutz legt in seinem neuen Positionspapier dar, auf welche Weise Baukultur und Qualität in den zukünftigen Verdichtungsprozessen eingebracht und sicher gestellt werden können. Das Positionspapier geht davon aus, dass die Notwendigkeit der Verdichtung erkannt ist. Der Akzent liegt deshalb nicht auf der Forderung nach Verdichtung, sondern auf dem Qualitätsaspekt. Nur so lässt sich das Siedlungsgebiet der Schweiz mit einem gleichzeitigen Gewinn an Lebensqualität umbauen.

Für weitere Auskünfte:
Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz, Tel. 044 254 57 00


> Mehr zum Positionspapier des Schweizer Heimatschutzes

 

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