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Donnerstag, 10. März 2011

Ferien im Baudenkmal: Fischerhäuser am See und Turrahus in den Bergen

Das untere Turrahus im Safiental GR beeindruckt durch die Kombination von weissem Verputz und schwarzem Holz. (Foto: Stiftung Ferien im Baudenkmal)

Die Fischerhäuser in Romanshorn TG vor der Renovation. (Foto: Stiftung Ferien im Baudenkmal)

Das Innere der Fischerhäuser während der Renovation. (Foto: Denkmalpflege Thurgau)

Seit Anfang Jahr ist das Angebot der Stiftung Ferien im Baudenkmal um zwei Häuser im östlichen Teil der Schweiz gewachsen. In den "Fischerhäusern" in Romanshorn lässt sich die Atmosphäre einfacher Wohnunterkünfte aus dem 17. Jahrhundert erleben. Das "Untere Turrahus" aus dem 18. Jahrhundert zuhinterst im Safiental ist ein stattliches Bauernhaus inmitten imposanter Bergwelt. Beide Baudenkmäler sind ab sofort zu reservieren.

Die Stiftung Ferien im Baudenkmal, 2005 durch den Schweizer Heimatschutz gegründet, übernimmt leer stehende Häuser, renoviert sie sanft und vermietet sie als Ferienwohnungen. Die beiden neusten Ferienhäuser im Angebot befinden sich im östlichen Teil der Schweiz. Mit den beiden Neuzugängen verfügt die Stiftung Ferien im Baudenkmal nun über sechzehn Wohnungen in zwölf Häusern mit insgesamt 91 Betten.

Letzte Zeugen des Fischerdorfs Romanshorn
Die Fischerhäuser gehören zu den ältesten Gebäuden in der Gemeinde und sind die letzten Zeugen aus der Zeit, als Romanshorn noch ein Fischerdorf war. Trotzdem war die baufällige Häuserzeile hinter dem Bahnhof in Romanshorn jahrelang der Schandfleck im Dorf. Zwar gab es verschiedene Sanierungsprojekte, die aber alle nicht zur Ausführung gelangten. Schliesslich konnten die beiden Häuser dank der Denkmal Stiftung Thurgau gerettet werden. Die Stiftung fördert den Erhalt und die Pflege historischer Bauten im Kanton Thurgau. Zurzeit werden die Häuser renoviert.
Nach der Renovation wird die Stiftung Ferien im Baudenkmal darin ab Juli 2011 drei Ferienwohnungen für vier, fünf und zehn Personen vermieten.

Erste behindertengerechte Wohnung
Wie in allen Objekten von Ferien im Baudenkmal sind im Inneren der Fischerhäuser noch viele Besonderheiten sichtbar, so zum Beispiel eine Wand mit einer historischen Tapete. Hingegen sind Bad-, Küchen- und Elektroinstallationen alle neu. Die drei Wohnungen werden sorgfältig eingerichtet sein und allen notwendigen Komfort bieten, ohne den Charme der einfachen Wohnhäuser aus dem 17. Jahrhundert zu zerstören. Als Besonderheit können erstmals auch gehbehinderte Personen Ferien im Baudenkmal erleben. Dank der ebenerdigen Lage war es möglich, das Erdgeschoss der grossen Wohnung mit vier Betten hindernisfrei zu gestalten. Die Fischerhäuser sind von Frühling und Herbst offen. Reservationen sind ab sofort möglich, gebucht werden können die Häuser ab Juli 2011.

Podestaten-Wohnsitz im Safiental
Das zweite Objekt, das ab sofort gebucht werden kann, ist das "Untere Turrahus" zuhinterst im Safiental. Es handelt sich um einen im 18. Jahrhundert errichteten Podestaten-Wohnsitz. Angelehnt an einen grossen Felsblock macht das Haus mit seinem mächtigen, weiss verputzten Mauerteil einen stattlichen Eindruck. Im Inneren zeugt das schöne Stubenbuffet vom Status der damaligen Erbauer. Weitere Details wie verschiedene Türen und die Bodendielen sind original erhalten. Zwei Kachelöfen sorgen für gemütliche Wärme. Das Untere Turrahus war während knapp 300 Jahren von Bauernfamilien bewohnt, in den letzten Jahren wurde es als Ferienhaus genutzt. Es befindet sich im Eigentum Privater und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet. Sieben Personen können im charmanten Haus mit prächtiger Aussicht auf den Talabschluss ihre Ferien verbringen und mit etwas Glück vom Stubenfenster aus verschiedenes Wild beobachten. Weitere Informationen und Reservationen unter www.magnificasa.ch.

Rückfragen:
Stiftung Ferien im Baudenkmal, Monika Suter, 044 252 28 72

 

Rückblick 2010
Auch im Jahr 2010 war das Angebot von Ferien im Baudenkmal beliebt. Die Auslastung lag bei guten 49%, einzelne Häuser erreichten Werte von 75 bis 83%. Die Anzahl Gäste konnte von 453 auf 934 verdoppelt werden, die Logiernächte von 3085 auf 6881. Der allergrösste Teil der Gäste stammt aus der Region Zürich (43%), gefolgt von Basel (16%) und der Ostschweiz (10%). 40% der Gäste waren Familien. Die detaillierte Statistik kann unter
www.magnificasa.ch heruntergeladen werden.

 

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