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Mittwoch, 2. Juni 2010

Der Schweizer Heimatschutz in der Villa Patumbah

Schülerinnen in der Villa Patumbah (Bild Mathias Arnold)

Blick vom Garten auf die Villa Patumbah (Bild SHS)

Raumflucht im Piano nobile der Villa Patumbah, Blick in den "gotischen" Salon (Bild PST)

Nach unsicheren und wechselvollen 100 Jahren steht die märchenhafte Villa Patumbah in Zürich wieder vor einer vielversprechenden Zukunft. Am 2. Juni feierten der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Patumbah gemeinsam mit verschiedenen Partnern, Behördenvertretern und Gästen den Spatenstich für den Start der dringend notwendigen Renovationsarbeiten. Der Schweizer Heimatschutz wird die Villa von der Stiftung Patumbah mieten, um in zwei Jahren ein öffentliches Zentrum für Baukultur zu betreiben – das erste dieser Art in der Schweiz.


Die in einer wunderbaren englischen Parkanlage gelegene Villa Patumbah wurde 1883-1885 von Karl Fürchtegott Grob, einem mit Tabakplantagen in Sumatra reich gewordenen Zürcher Kaufmann, in Zürich-Riesbach errichtet. Sie fasziniert auch heute noch mit ihren prachtvollen Räumen im Stil der Gotik, der Renaissance und des Rokoko sowie den fernöstlich inspirierten Obergeschossen. Die Geschichte von Villa und Park war reich an Wechseln und Auseinandersetzungen: Von der Nutzung als Altersheim über Abbruchpläne und Dornröschenschlaf bis hin zur Wiedergeburt als Zentrum für Baukultur des Schweizer Heimatschutzes.

Am 2. Juni konnte der Spatenstich zur Renovation gefeiert werden. Die Stiftung Patumbah als Eigentümerin und der Schweizer Heimatschutz als zukünftiger Mieter der Villa hatten zu dem offiziellen Anlass eingeladen. Ihre Präsidenten verdankten die kräftige finanzielle Unterstützung durch die Stadt und den Kanton Zürich. Dank öffentlichen Mitteln sowie Geldern aus dem Schoggitalerverkauf und von zahlreichen Stiftungen und Gönnern kann das Baudenkmal renoviert werden.  In ihren kurzen Ansprachen freuten sich auch die Vertreterinnen und Vertretern von Stadt und Kanton Zürich über die geplante öffentliche Nutzung und darüber, dass nun endlich mit den so dringenden Renovationsarbeiten begonnen werden kann. Grün Stadt Zürich pflegt die grossartige Parkanlage, die Kantonale Denkmalpflege wird die aufwändige Renovation sorgfältig begleiten.

Der Schweizer Heimatschutz wird im Herbst 2012, nach beendeter Renovation, die Villa Patumbah mieten, um darin ein öffentliches "Zentrum für Baukultur" und seinen Geschäftssitz einzurichten. Damit entsteht ein Ort, wo Baukultur erlebt werden kann und wo Wissen zur gebauten Umwelt an ein Laienpublikum vermittelt wird – mit Ausstellungen, Workshops, Führungen und Seminaren. Angesprochen sind Schulklassen, Familien sowie andere interessierte Gruppen und Einzelpersonen. Mit seinem "Zentrum für Baukultur" betritt der Schweizer Heimatschutz Neuland, da bisher in der Schweiz keine Zentren existieren, die das Thema "Baukultur" an eine breite Öffentlichkeit tragen. Für den professionellen Betrieb des Bildungszentrums müssen nun weitere Finanzierungsquellen erschlossen werden. Der Schweizer Heimatschutz strebt dazu mit der öffentlichen Hand Leistungsverträge an, um in Zukunft Bildungsangebote für Schulen anbieten zu können.


Für weitere Auskünfte und Fragen:

Schweizer Heimatschutz: Adrian Schmid, Geschäftsleiter 076 342 39 51^

Stiftung Patumbah: Dr. Dominik Bachmann, Präsident 044 384 80 52
www.stiftung-patumbah.ch

 

Unser Magazin "Zentrum für Baukultur – der Schweizer Heimatschutz in der Villa Patumbah" informiert Sie detailliert über die Villa Patumbah und über das geplante Zentrum. Dieses kann hier bestellt werden.

 

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