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Güterschuppen

8750 Glarus / GL

Status:Der Güterschuppen ist seit 2012 im Besitz des Glarner Kunstvereins. Vor dem Verkauf an den Glarner Kunstverein hat die SBB in Begleitung der Denkmalpflege statische Verstärkungen der Dachkonstruktion vorgenommen, damit die SBB-Normen erfüllt waren. Der Güterschuppen wird rege für kulturelle Anlässe genutzt. (www.gueterschuppenglarus.ch)
Adresse:Bahnhofgelände
Beschreibung:

Im Februar 1859 wurde die Bahnlinie Weesen-Glarus eröffnet, 1879 die Linie Glarus-Linthal. Bereits 1857 begannen die Planungen von Ingenieur Fischer für die Bahnhofanlage von Glarus und von Johann Jakob Breitinger für die zugehörige Lokomotivremise und einen Güterschuppen. Der Güterschuppen diente für kurze Zeit, von 1859-60, als Aufnahmegebäude. Der Bau des definitiven Aufnahmegebäudes, ein Fachwerkbau, fand 1860 von Leonhard Stüssi nach Plänen von J. J. Breitinger statt. Nachdem der ursprüngliche Güterschuppen im Jahr 1893 abbrannte, wurde dieser 1894 neu aufgebaut, diesmal teilweise in Backstein. Das Gebäude hat eine einfache rechteckige Grundform und fällt vor allem durch das mächtige Satteldach und die markanten roten Brauen über den Fenstern auf. 1902-03 wurde von Heinrich Ditscher ein neues Aufnahmegebäude für den Bahnhof Glarus erstellt, diesmal nach Plänen von Karl August Hiller.

Der Güterschuppen ist im Besitz der Schweizerischen Bundesbahnen. Die SBB wollte das Gebäude abreissen, eine Abbrucherlaubnis wurde erteilt. Nachdem aber ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) und der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) im März 2003 festhielt, dass es sich bei der Bahnhofanlage um ein "Ensemble von nationaler Bedeutung" handelt, wurde die Aufhebung der Abbruchbewilligung verfügt.

Zustand:Das Gebäude ist in verhältnismässig gutem Zustand.
Nutzung:Eine Gesamtplanung für das Bahnhofareal könnte mögliche Nutzungen aufzeigen und zu einer Aufwertung des Areals führen. Dazu sollte unbedingt ein Wettbewerb durchgeführt werden.
Kontakt:Schweizer Heimatschutz
E-Mail:roteliste(at)heimatschutz.ch

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