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"Blumenberge" in St. Gallen. Die Umgebungsgestaltung der Helvetia Versicherungen geht weit über das übliche, pflegeleichte Grün hinaus. (Foto Christian Vogt)
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"Blumenberge" in St. Gallen. Die Umgebungsgestaltung der Helvetia Versicherungen geht weit über das übliche, pflegeleichte Grün hinaus. (Foto Christian Vogt)
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"Blumenberge" in St. Gallen. Die Umgebungsgestaltung der Helvetia Versicherungen geht weit über das übliche, pflegeleichte Grün hinaus. (Foto Christian Vogt)
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Urbanes Beispiel: Der kleine Platz beim SIA-Hochhaus zeigt, was zeitgenössische Landschaftsarchitektur im städtischen Umfeld bewirken kann. (Foto Christian Vogt)
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Urbanes Beispiel: Der kleine Platz beim SIA-Hochhaus zeigt, was zeitgenössische Landschaftsarchitektur im städtischen Umfeld bewirken kann. (Foto Christian Vogt)
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Urbanes Beispiel: Der kleine Platz beim SIA-Hochhaus zeigt, was zeitgenössische Landschaftsarchitektur im städtischen Umfeld bewirken kann. (Foto Christian Vogt)
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Urbanes Beispiel: Der kleine Platz beim SIA-Hochhaus zeigt, was zeitgenössische Landschaftsarchitektur im städtischen Umfeld bewirken kann. (Foto Christian Vogt)
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Schulthess-Gartenpreis 2010

Auszeichnung für zeitgenössische Gartenarchitektur

Mit dem Schulthess-Gartenpreis 2010 setzt der Schweizer Heimatschutz einen Schwerpunkt in der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur. Ausgezeichnet werden das Büro Vogt Landschaftsarchitekten und zwei seiner Arbeiten, die sogenannten "Blumenberge" in St. Gallen und ein kleiner Platz in Zürich. Die beiden Anlagen stehen exemplarisch für das vielfältige Schaffen des Zürcher Büros. Sie zeigen die Bandbreite heutiger Landschaftsarchitektur, von der Gartengestaltung bis zur Pflege des städtischen Raums. Die Preisverleihung findet am 28. Mai 2010 am Nachmittag in St. Gallen statt.

Mit dem Schulthess-Gartenpreis 2010 wendet sich der Schweizer Heimatschutz der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur zu. Ziel ist, in den nächsten Jahren mit unterschiedlichen Preisträgern verschiedenste Aspekte des aktuellen garten­kulturellen Schaffens zu beleuchten.

Zürcher Büro mit internationaler Ausstrahlung
Der diesjährige Preis geht an das Büro Vogt Landschaftsarchitekten. Ausge­zeichnet werden zwei Anlagen des Zürcher Büros in St. Gallen und Zürich, welche exemplarisch die grosse Vielfalt dessen Arbeiten zeigen. Günther Vogt, ehemals Partner von "Kienast Vogt Partner", gehört mit seinen Arbeiten im In- und Ausland zu den wichtigsten und bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Land­schaftsarchitektur-Szene. Seine Anlagen reichen von kleinen, urbanen Plätzen über Gärten mit üppiger Bepflanzung bis zu grossflächigen, stadtplanerischen Konzepten. Besonders hervorzuheben ist der Umgang mit dem Ort, die Pflanzen­verwendung und der künstlerische Anspruch. Vogts Arbeiten sind nie blosse Routine. Er und sein Team setzen sich bei jeder Aufgabe intensiv mit dem Ort und der Situation auseinander und erarbeiten kreative Lösungen. Die beiden Anlagen, welche mit dem SGP 2010 besonders hervorgehoben werden sollen, wurden von privaten Eigentümern realisiert, sind aber öffentlich zugänglich.

"Blumenberge" in St. Gallen
2001-2004 wurde das bestehende Hauptgebäude der Helvetia Versicherungen mit Anbauten der Basler Architekten Herzog & de Meuron vergrössert. Im Zuge dieser Erweiterung wurde auch eine besondere Gartenanlage realisiert. Bauherr und Landschaftsarchitekt hatten dabei den Mut, sich auf ein neues Konzept einzulassen. Statt sogenannt "pflegeleichter" Rasen sind die 23’000m2 grossen "Blumenberge" das, was ihr Name verspricht: überbordende Üppigkeit und Farbenpracht zu allen Jahreszeiten, vielfach gespiegelt in den Fenstern des Neubaus.

Das scheinbare Chaos ist in Wirklichkeit eine streng komponierte Diversität. Streifen von Gehölzen folgen den Höhenlinien und sorgen für klare, lineare Struk­turen. Dazwischen bieten die sorgfältig aufeinander abgestimmten Farbbänder aus Staudenpflanzen das ganze Jahr über einen immer wieder wechselnden An­blick. Einen ersten Höhepunkt bilden die Zwiebelpflanzen im Frühling. Bis in den Spätherbst prägen Blüten- und Blattformen und Farben die Anlage. Wasserbecken und verschlungene Wege runden das Bild ab.

Das Konzept bewährt sich seit sechs Jahren. Die Wege dienen heute als gern genutzte Fussgänger-Verbindung zwischen der Stadt und der Universität. Die Mitarbeitenden der Helvetia schätzen den Ausblick in den sich über die Jahreszeiten und die Jahre verändernden Garten. Und die Pflegekosten der Anlagen sind gemäss Auskunft der Verantwortlichen trotz der Blumenpracht nicht wesentlich höher als für an einem solchen Ort sonst üblichen, akkurat geschnittenen Rasen. Kleiner Platz in Zürich Die Sanierung des SIA-Hochhauses (2006 – 2008, Romero & Schäfle) erlaubte eine Neudefinition einer versteckten "Restfläche" mitten in der Stadt. Dank einer Öffnung zur Strassenseite entstand eine Blickachse von der Strasse zum ehemaligen botanischen Garten mit seinem schönen alten Baumbestand. Auf einer durchgehenden Asphaltfläche stehen wenige organisch geformte Betongefässe, die an grosse Flusskiesel erinnern. Die darin gepflanzten kanadischen Ahornsorten verweisen auf den alten botanischen Garten und setzen im Herbst bunt gefärbte Akzente. Der Schritt der durcheilenden Passanten verlangsamt sich und erlaubt eine kurze Pause. Die "urbane Gartenlandschaft", wie Vogt den Platz nennt, erfüllt damit die klassische Funktion eines Parks: ein Ort in der Stadt zu sein, wo es sich von der Hektik Abstand nehmen lässt.

Rückfragen:     
Schweizer Heimatschutz, Monika Suter 044 254 57 00,
Vogt Landschaftsarchitekten, Günther Vogt, 044 360 54 54

 

Vogt Landschaftsarchitekten AG: Eine Auswahl weitere Anlagen

  • Masoala Regenwaldhalle, Zürich: Constructed nature, 1994-2003, 10'000 m2, Architektur Gautschi Storrer, Zürich, Auftraggeber: Zoo Zürich
  • Hotel Greulich, Zürich: Different views, 2000–2003, 1‘100 m2, Auftraggeber: Dr. Thomas Brunner, Zürich, Architektur: Romero + Schaefle Architekten, Zürich
  • Swiss Re Rüschlikon, Zürich: Eigenart im Gefüge des Ganzen, 1996–2000, 27‘000 m2, Architektur: Meili, Peter Architekten, Zürich, Auftraggeber: Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft
  • Trafo Platz, Baden: Die Wiederentdeckung der Landschaft, 1999–2003, 7‘402 m2, Auftraggeber: Stadt Baden
  • Novartis Campus Park, Basel: To the Rhine, 2006–2008, 63‘000 m2, Auftraggeber: Novartis Pharma AG, Basel
  • Elisabethenanlage, Basel: Chronik der Bäume, 2001–2008, 20‘000 m2, Architektur Christ & Gantenbein, Basel, Kunst Erik Steinbrecher (Gärten), Auftraggeber: Baudepartment des Kantons Basel-Stadt
  • Vorplatz Festspielhaus Bregenz, (A): Platz der Wiener Symphoniker, 2005–2006, 21‘000 m2, Architektur: Dietrich Untertrifaller, Bregenz, Auftraggeber: Amt der Landeshauptstadt Bregenz, Hochbau
  • Münsterplatz, Konstanz (D): Rückkehr zur Stadt, 2003–2006, 6'000 m2, Auftraggeber: Stadt Konstanz
  • Allianz Arena, München (D) : Mimesis, 2001-2005, 160‘000 m2 Architektur: Herzog & de Meuron, Basel Auftraggeber: Allianz Arena München Stadion GmbH, Alpine Bau Deutschland GmbH, FC Bayern München, TSV München 1860
  • Tate Modern, London (GB): Transforming Tate Modern, 1995–2001 | 2003-2006 | 2007-2013, 25‘000 m2, Architektur: Herzog & de Meuron, Basel, Auftraggeber: Tate Gallery of Modern Art, London

Der Schulthess-Gartenpreis des SHS

Grosszügiger Stifter des 1998 erstmals verliehenen Gartenpreises ist das Ehepaar Dr. Georg und Marianne von Schulthess-Schweizer aus Rheinfelden. Die Auswahl der Preisträger wird durch eine Fachkommission vorbereitet. Mögliche Preisträger sind Ge­meinden, Institutionen oder Privatpersonen, die eine herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Gartenkultur nachweisen können. Die Preissumme beträgt CHF 30 000.

Ausgezeichnet werden insbesondere Anstrengungen zur Erhaltung und Pflege histo­risch wertvoller Gärten und Parkanlagen, die Realisierung besonders qualitätsvoller, zeitgenössischer Grünanlagen sowie Aspekte der Forschung. Gewürdigt werden gestalterische und botanische Gesichtspunkte. Der Preis belohnt nicht nur vergangene Leistungen, sondern will auch zukunftsgerichtete Wirkung erzeugen.

Übersicht

Die Schulthess-Gartenpreise seit 1998.

 

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Kriterien

Kriterien für die Auszeichnung mit dem Schulthess-Gartenpreis.

 

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Europa Nostra-Preis

Europa Nostra zeichnet jährlich vorbildliche Arbeiten im Zusammenhang mit der Erhaltung des europäischen Kulturerbes aus.

 

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Begleitpublikationen zum Schulthess-Gartenpreis in unserem Shop.

 

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