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Mittwoch, 5. Juli 2017

Zonenplanrevision Basel, zweiter Ratschlag

Der Heimatschutz Basel nimmt Stellung zur Zonenplanrevision Basel, zweiter Ratschlag und erhebt Einsprache gegen diverse Aufzonungen in Grossbasel West, St.Alban und Lehenmatt.

Der Heimatschutz Basel hat sich in seiner Einsprache zum zweiten Teil der Zonenplanrevision auf für das Stadtbild relevante Fragen  konzentriert. Hauptstossrichtung der Revision ist die Verdichtung durch Aufzonung und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum.  Die vorgeschlagenen Aufzonungen in der gebauten Stadt üben mittelfristig Abbruchdruck auf die bestehende Bausubstanz aus und sind kritisch zu hinterfragen. Der Heimatschutz Basel ist überzeugt, dass zukünftiger neuer Wohnraum primär auf den ehemaligen Gewerbegebieten (Klybeck, Rheinhafen, Lysbüchel, Dreispitz-Nordeck) geschaffen werden und in der gewachsenen Stadt Zurückhaltung geübt werden muss. Aufzonungen müssen  Rücksicht nehmen auf das gewachsene Stadtbild und die historische Bausubstanz. Darum lehnt der Heimatsachutz Basel folgende Aufzonungen ab und erhebt dagegen Einsprache:

Grossbasel West
Die gesamte Achse Spalenring, ausser die Abschnitte in der Schutz-und Schonzone, sowie der zum Schützenmattpark offene Weiherweg soll in Zone 6 aufgezont werden. Dagegen erhebt der Heimatschutz Basel Einsprache und beantragt, dass die Strassenabschnitte, welche Inventarbauten enthalten, nicht aufzuzonen sind. Ebenso lehnt er die Aufzonung des Gevierts am Tschudipark ab. Die Aufzonung dieser Blockrandbebauung von Zone 5a auf Zone 6 wird sich negativ auf die Schutzziele der diversen, für das Inventar vorgesehenen Gebäude auswirken.

St.Alban    
Die Bebauung an der Nordseite der St.Alban-Anlage zwischen Aeschenplatz und St. Alban-Tor soll um ein Vollgeschoss plus Dachgeschoss aufgezont werden. Dies lehnt der Heimatschutz Basel ab. Diese Strassenseite befindet sich im Altstadtbereich. Die Erhöhung dieser Bebauung gegen die St.Alban-Anlage würde wie eine Staumauer wirken und die Wirkung der Anlage beinträchtigen. Auch die unterschiedlichen Gebäudehöhen gegenüber der anderen Strassenseite mit den geschützten Villenbauten brächte ein Ungleichgewicht  im Strassenraum.

Lehenmatt
Die Bauten an der Birs- und Lehenmattstrasse sollen mehrheitlich von der Zone 4 in die Zone 6 aufgezont werden. Heute bietet die Bebauung entlang dieser beiden Strassen im Quartier ein vielfältiges Bebauungsbild und dieses prägt das Quartier positiv und soll erhalten werden. Mit der durchgehenden Aufzonung wird die Quartierqualität mittelfristig zerstört. Darum beantragt der Heimatschutz Basel, diverse historische Ensembles an der Birs- und der Lehenmattstrasse von der Auszonung auszunehmen und diese in die Schonzone einzuweisen. 

Kleinbasel
Der Heimatschutz Basel lehnt die Aufzonung Kleinriehenstrasse 71/73 in Zone 3 ab. Mit der Erhöhung würden die geschützten Reiheneinfamilienhäuser  gegenüber beeinträchtigt. Zudem beantragt unser Verein, die Ausnutzungsziffer beim Bebauungsplan Eisenbahnweg die Bebauungsziffer 1.0 beizubehalten. Eine höhere Ausnutzungsziffer  würde zu viel Abbruchdruck auf die beiden schutzwürdigen Häuser Eisenbahnweg 19/21 (Nr. 19, Artaria und Schmidt, 1930) ausüben.
 
Kontakt:
Paul Dilitz, Geschäftsführer  061 283 04 60, 076 680 25 70
Uta Feldges, Vorstandsmitglied  061 272 93 44